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Was ist ein Lipödem?

Bei Pullovern, Blusen und Jacken trägst du Konfektionsgrößen zwischen 36 und 42, um Hüfte und Oberschenkel brauchst du aber drei bis fünf Größen mehr?

Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du ein Lipödem hast. Solche Proportionen sind typisch für Frauen, die vom Lipödem betroffen sind und sie haben zumeist einen regelrechten Ärztemarathon hinter sich, bis die Krankheit richtig diagnostiziert und therapiert wird.

Was genau ist ein Lipödem?

Das Lipödem ist eine chronische, häufig schmerzhafte, Fettverteilungsstörung. Das Fettgewebe sitzt hauptsächlich an Ober- und Unterschenkel, im Hüftbereich sowie im fortgeschrittenen Stadium auch an den Oberarmen. Auffällig ist, dass Füße und Hände davon nicht betroffen sind. In der Regel sind nur Frauen davon betroffen.

Das Lipödem entsteht, indem sich vermehrt Unterhautfettgewebe, hauptsächlich an den Beinen, ansammelt und sich symmetrisch vermehrt. Sind deine Beine bis zum Knöchel betroffen, wirkt dein Bein wahrscheinlich säulenförmig. Gleichzeitig bilden sich Ansammlungen von Wasser und Lymphflüssigkeit, sogenannte Ödeme, da verstärkt Flüssigkeit in die Zellzwischenräume austritt. Das ist der Grund, warum du hier häufig Spannungsgefühle und Druckschmerzen an den betroffenen Stellen verspürst.

Wie und warum entsteht das Lipödem?

Leider ist die genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Es wird vermutet, dass das Lipödem etwas mit den Hormonen zu tun hat, da die Fettverteilungsstörung häufig nach der Pupertät, nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren auftritt. Erforscht oder bewiesen ist das aber leider nicht.

Woran Du erkennst, ob Du ein Lipödem hast:

  • Deine Beine werden gleichmäßig dick und schwer, die Schwellungen verlaufen vom unteren Becken bis schließlich zu den Sprunggelenken und enden abrupt über den Knöcheln.
  • Deine Beine sehen zum restlichen Körper ziemlich überproportioniert aus. Dein Oberkörper ist wesentlich schlanker als dein Unterkörper und es liegen mindestens zwei Konfektionsgrößen dazwischen.
  • Deine Oberschenkel sind von Cellulite betroffen und deine Haut ist grob und teils knotig.
  • Du verspürst häufig ein Spannungsgefühl und Druckschmerzen an den betroffenen Stellen. Nach längerem Stehen oder Sitzen sind deine Beine angeschwollen und tun dir weh.
  • Du entdeckst blaue Flecken und weißt nicht woher sie kommen? Nein, Demenz ist keine Begleiterscheinung des Lipödems, die blauen Flecken entstehen oft schon ohne sich fest anzustoßen.
  • Du hast zusätzlich ein paar Kilo zu viel drauf, da Abnahmeversuche fehlschlagen und du es aufgegeben hast auf Deine Ernährung zu achten und regelmäßig Sport zu machen.

Es müssen nicht zwangsläufig alle Symptome auftreten. Ich bekomme z.B. nicht so schnell blaue Flecken und habe auch keine grobe Haut und jahrelang hatte ich auch kaum Schmerzen. Erst seit einigen Monaten ist längeres Stehen (ab 2 Stunden) sehr unangenehm und schmerzhaft und ich möchte die Beine einfach nur noch hochlegen.

Du hast dich hier gerade wiedererkannt?

Dann die gute Nachricht zuerst: Du bist nicht allein! ;-) Schätzungen zufolge sind ca. 4 Millionen Frauen in Deutschland betroffen. Wenn du noch keine Diagnose hast, dann such einen Facharzt auf, denn Du brauchst nun unbedingt Rezepte für die manuelle Lymphdrainage und für ein bis zwei Kompressionsstrumpfhosen. Am besten gehst du zu einem Phlebologen oder Lymphologen in deiner Nähe.

Folgende Seiten kann ich dir zum Thema Lipödem weiterempfehlen:
Lipödem Hilfe Deutschland e.V.
Lipödemmode.de
Cheeruplion.de
frederikeswelt.de
lipoletic.de

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