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Deine drei besten Freunde: Optimismus, Selbstannahme und Ehrlichkeit

Ja, wirklich jede von uns sollte sich ziemlich eng mit Herrn Optimismus, Frau Selbstannahme und Fräulein Ehrlichkeit befreunden. Kennst Du den Satz „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen mit denen Du Dich am häufigsten umgibst“? Also wenn Du die Drei zu deinen Best Friends zählen kannst, dann ist die halbe Miete doch schon gewonnen.

Aber im Ernst: Eine gesunde Portion Optimismus ist Gold wert! Optimisten sind ausgeglichener und sehen alles etwas relaxter. Durch eine entspannte Sichtweise bist Du  in der Regel auch weniger gestresst und das ist auf jeden Fall schon mal gesund.

Many optimistic thoughts a day keep the doctor away! 😉

Du bist nicht so der optimistische Typ ?

Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich: Optimismus kann man erlernen!
Du selbst und Deine Gedanken haben den größten Einfluss auf Dein Leben. Wenn Dir das erstmal bewusste ist, dann lässt sich vieles ins Positive steuern. Ich weiß, wir fühlen uns von der Natur ungerecht  behandelt  und fühlen uns viel zu  oft unverstanden von unseren Mitmenschen. Das Lipödem hängt uns permanent am Bein, keinen einzigen Tag Urlaub nimmt sich diese Krankheit – verdammter Workaholic. Sie ist einfach immer, immer da! Bei allem was wir machen! Und dann gibt es so viel Schönes was  wir erst gar nicht  machen, weil es sich mit Lipödem einfach nur peinlich und unangenehm anfühlt. Diese Gedankenspirale könnte ich noch bis ins Unendliche weiter abwärts drehen und Du würdest mir nickend Schritt für Schritt in die dunklen Tiefen folgen.  Aber hey,  Du hast Glück, denn das ist nicht der Plan! Stattdessen habe ich einen wertvollen Tipp für Dich: Lege Deine Opfermentalität ab, denn sie wird Dich nicht weiter bringen und niemals glücklich machen. Menschen mit einer optimistischen Einstellung sehen sich niemals als Opfer gewisser Umstände. Sie nehmen auch schwierige Situationen an und machen das Beste daraus und häufig wachsen sie sogar noch daran.

Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu Leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt. – Maurice Barrés

Mir wurde schon so oft gesagt, dass ich die Krankheit Lipödem akzeptieren muss. Aber ich habe mich immer dagegen gewehrt, das zu tun. Ich kam mit dem Wort „akzeptieren“ nicht klar, etwas daran hat mich schon immer gestört, aber ich kam nicht so richtig dahinter was genau. Ich hab mich echt bemüht zu akzeptieren, weil ich dachte, das würde mir das Leben erleichtern aber es ist mir einfach nicht gelungen.

Warum mir das Akzeptieren so schwer gefallen ist

Irgendwann habe ich bemerkt, dass das Wort „akzeptieren“ bei mir relativ negativ behaftet ist. Ich denke, deshalb kann ich mich auch so schlecht mit dem Wort arrangieren. Mal im Ernst, was akzeptieren wir denn bitte so? Wir akzeptieren, dass es im Winter eiskalt ist, wir akzeptieren den nervigen Freund unserer besten Freundin, wir akzeptieren, dass es während unseres Sommerurlaubs regnet. Also Du siehst, im Grunde akzeptieren wir nur Dinge, die wir eigentlich weniger gut finden aber gegen die wir nichts oder nur schwer etwas unternehmen können. Mir wurde jetzt erst klar: Akzeptieren bedeutet nicht etwas mögen oder etwas genießen. Akzeptieren bedeutet einfach nur etwas hinnehmen, weil es sich nicht ändern lässt (Regen im Sommerurlaub) oder weil wir es für einen geliebten Menschen tun (nerviger  Freund der besten Freundin).
Wenn es um mich selbst geht, reicht mir ein „akzeptieren“ aber nicht. Denn ganz ehrlich, ich würde den Mensch mit dem ich mein ganzes  Leben verbringe, schon ganz gern mögen und nicht nur notgedrungen akzeptieren.
Letztendlich ist das ja alles Kopfsache, also habe ich mich auf die Suche nach einem Wort gemacht, dass meinem Kopf gefällt. Und taadaa, er mag das Wort „annehmen“ ganz gern. Was nehme ich im Leben so an? Ich nehme ein Geschenk an, ich nehme ein Kompliment an, ich nehme eine Einladung an. Das klingt schon viiiiel besser!

Fazit „Ich nehme meine Beine an!“ Somit wäre doch ein solider Grundstein, für eine positive Einstellung zu dieser ganzen Lipödem- Story, gelegt. Versuch es auch mal … aber Achtung: Es bedarf ein wenig Übung!

Warum die Selbstannahme so wichtig ist

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, wer sich selbst nicht annimmt, steht in einem feindlichen Verhältnis zu sich selbst. Folge: Stress pur! Es ist fatal und verrückt, dass wir uns irgendwie selbst zum Feind machen. Ich hab das auch echt jahrelang gemacht. Aber die Zeit und verschiedene Erfahrungen haben mit sich gebracht, dass ich einfach mal STOPP gesagt habe, um anzuhalten und zu überprüfen, ob ich damit nicht in eine Sackgasse renne. Denn mal ganz ehrlich, was bringt es uns, uns selbst wegen diesem Fett, für das wir überhaupt gar nichts können, zu hassen? Ich möchte, dass Du nur einen einzigen Vorteil aufschreibst, den Du davon hast. Mmh, ich vermute, das Blatt bleibt leer!
Sei nicht Dein Feind, stell Dich auf Deine Seite und liebe Dich, denn du verbringst schließlich jede einzelne Minute mit Dir. Seh´Dich einfach als Deine beste Freundin und sorge dafür, dass es ihr gut geht.
Das ist die absolute Grundlage für ein gesundes Selbstwertgefühl und damit hast du es schon mal leichter im Leben – ob mit oder ohne Lipödem.

Sei bedingungslos ehrlich zu dir selbst!

Ehrlichkeit ist die Basis einer jeden guten Beziehung, auch der Beziehung zu Dir selbst. Hör in Dich hinein, auf Deine Gedanken und Gefühle, achte darauf was Du sprichst und wie Du handelst. Nimm jede Emotion und jeden Gedanken an, alles was Du unterdrückst oder leugnest, wird Dich immer wieder unterbewusst beschäftigen und blockieren. Nimm auch die negativen Emotionen an, denn nur wenn Du sie erstmal willkommen heißt und ganz klar erkennst, dass sie da sind, kannst Du sie in positive Gedanken umwandeln.

Du kannst eine Situation nur ändern, wenn Du sie erstmal annimmst und nicht verdrängst.  Denn alles was Du von Dir weist oder leugnest, kannst Du auch nicht ändern oder verbessern.

Wie sollst Du Dich gesund ernähren, wenn Du nicht erstmal einsiehst, dass Du täglich Süßigkeiten isst?

Wie sollt Du mehr Sport und Bewegung in Deinen Alltag integrieren, wenn Du nicht sehen willst, dass Du jeden Abend nur faul auf der Couch liegst?

Aber es ist ja nicht so, dass wir nur vor unseren negativen Seiten davon laufen, nein, es geht auch noch verrückter: Wir laufen sogar manchmal vor unseren positiven Seiten davon. Viele Menschen leugnen ihre Stärken bzw. sie sind sich ihnen gar nicht bewusst. Ich glaube viel zu vielen von uns geht es so und das ist wirklich traurig. Lasst uns das gemeinsam ändern!

Konzentriere Dich auf deine Stärken

Stärken hat jede von uns – zu 100 %! Frage Freunde oder Familienmitglieder nach drei Dingen, die sie besonders an Dir mögen. Du wirst überrascht sein! Wenn Du Dir und Deinen Stärken vertraust, dann wirst Du das auch nach außen hin ausstrahlen und positive Reaktionen zurückbekommen. Meide Pessimisten und Miesmacher – ich nenne sie Energiemonster. Sie rauben Dir in kürzester Zeit all deine Energie durch ihre negativen Aussagen und ziehen Dich total runter. Das braucht echt kein Mensch! Umgebe Dich mit Menschen, die an sich selbst und Dich glauben. Und denke immer daran: Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen mit denen Du dich am häufigsten umgibst – also wähle achtsam! Und sei Dir immer der Kraft Deiner Gedanken bewusst!

 

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